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Mittwoch, 9. Januar 2013

Private Spende lässt das Wasser fließen

Foto: U. Stiefel
Stuttgart-Stammheim - Ärger und Unverständnis waren groß unter etlichen Stammheimer Bürgern, als der Brunnen auf dem Freihofplatz im Juli des vergangenen Jahres seinen Geist und damit zu sprudeln aufgab. Die Gründe für die außerplanmäßige Trockenzeit waren zweierlei: eine defekte Pumpe und die Ebbe in der Stadtkasse. Folglich blieb dem Stuttgarter Brunnenmeister Bernd Sauer nichts anderes übrig, als den Brunnen außer Betrieb zu lassen.
Ein ähnliches Schicksal ereilte die Brunnen auf dem Zehnthof und in Feuerbach. Sauer und seinen Mitarbeitern fehlten die Unterhaltungsmittel, um sie zu reparieren. Keine Einzelfälle. Alle Brunnen, die in der laufenden Saison Schaden genommen haben, blieben außer Betrieb. Dabei ging es nicht nur um kleine Schräubchen oder Handgriffe, sondern um kostspieligere Angelegenheiten wie Steuerklappen oder die Pumpenteile. „Im gesamten Stadtgebiet gab es rund ein Dutzend Brunnen, die 2012 kaputt gingen und die wir aus Kostengründen nicht wieder in Gang setzen konnten“, sagt Sauer.
Gute Neuigkeiten hat der Mitarbeiter der Stadt nun in Sachen Stammheimer Bürgerbrunnen zu vermelden: „Nachdem eine Frau in der Zeitung gelesen hat, dass beim Bürgerbrunnen Geld für die Instandsetzung fehlt, hat sie 1000 Euro gespendet, dass wir ihn reparieren können und dass er in der Saison 2013 wieder laufen kann.“ Die Dame wollte ihre Spende ausdrücklich für den Stammheimer Brunnen verwendet wissen, und das werde auch geschehen, verspricht Bernd Sauer.  

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Donnerstag, 8. November 2012

Längere Grünzeit am Freihofplatz

Kreuzung Freihofplatz

Statt 10 Sekunden haben Fußgänger künftig 15 Sekunden Grün. Foto: Chris Lederer

Stammheim - Die Logik der Ampelschaltung ist so schlicht wie gnadenlos: Des einen Grün ist des anderen Rot. Die Tatsache, dass zahlreiche Fußgänger die Kreuzung am Freihofplatz unerlaubt diagonal überqueren, hatte in der Vergangenheit bei den Kommunalpolitikern die Sorge ausgelöst, dass es zu gefährlichen Situationen kommen könnte. Um Gewissheit über die Verhältnisse zu bekommen, hat das Tiefbauamt eine Fußgängerzählung durchgeführt. Deren Ergebnisse wurden kürzlich bekannt gegeben.
Die Zählung habe zwar nur in der Zeit von 7 bis 14 Uhr stattgefunden, sie sei aber dennoch aussagekräftig, teilte Reinhard Unkhoff vom Tiefbauamt in einem Schreiben mit. Demnach haben von insgesamt 1165 Fußgängern 990 (das entspricht 85 Prozent) nur einen einzigen Überweg benutzt. 82 Fußgänger (7 Prozent) gingen über Eck, haben also zwei Überwege in Folge benutzt. 93 Prozent der Fußgänger (8 Prozent) gingen diagonal über die Kreuzung. „Dies ist bemerkenswert, weil keine speziellen Signale hierfür vorhanden sind und das somit eigentlich nicht zulässig ist“, schreibt Unkhoff, der unter anderem bei der Stadt für Ampelschaltungen zuständig ist. Nach seiner Auffassung dürften „diese Fußgänger das ,Rund-um-Grün‘ kennen“. 31 Radfahrer (2,5 Prozent) benutzten den Überweg.
„Über Richtlinienwerte hinausgehen“
29 Personen waren mit einem Rollator oder einem Rollstuhl unterwegs. Das entspreche einem Anteil von ebenfalls 2,5 Prozent. Aufgrund dieses hohen Anteils läge an dem Überweg eine besondere Situation vor, für die besondere Überlegungen angestellt werden sollten. Eine Umfrage unter Kollegen anderer Großstädte habe ergeben, dass für diese Nutzergruppe, etwa in Dortmund, zum Überqueren von vergleichbaren Straßen nur Grünzeiten von 8 bis 10 Sekunden geschaltet werden. Nach „eingehender Diskussion“ sei man beim Stuttgarter Tiefbauamt, abweichend von den Richtlinien und der Umfrage, zu dem Schluss gekommen, über die Richtlinienwerte hinauszugehen und die Grünzeiten von 10 auf 15 Sekunden zu erhöhen. .....[weiter]

Dienstag, 30. Oktober 2012

Freihofplatz Stammheim

Investoren stellen Konzept vor 

Die Gebäude auf dem Freihofplatz befinden sich in Privatbesitz. Die Pläne der Investoren lassen sich nur dann umsetzten, wenn die Eigentümer mitspielen. Foto: Chris Lederer
Stuttgart-Stammheim - Es kommt Bewegung in die gewünschte Umgestaltung des Freihofplatzes. Gabriele Hübner von der städtischen Wirtschaftsförderung präsentierte den Stammheimer Bezirksbeiräten am vergangenen Dienstagabend einen potenziellen Investor: Die Activ-Group aus Schemmerhofen bei Biberach. Deren Böblinger Niederlassungsleiter, Marc Bosch, und Bernd Klebelsberg von der Architektenpartnerschaft Stuttgart (ARP) stellten den Stammheimer Kommunalpolitikern ihr Konzept für einen neu gestalteten Freihofplatz vor.
Auf der Basis einer vom Bezirksbeirat favorisierten Vorstudie hatten sich die Investoren überlegt, wie das Gebiet zwischen dem Rathaus und der Endhaltestelle wirtschaftlich sinnvoll genutzt und obendrein attraktiver gestaltet werden kann. „Was wir Ihnen vorstellen, ist für uns umsetzbar“, sagte der Niederlassungsleiter „Es geht heute um die Frage, ob Sie mit der Grundkonzeption einverstanden sind.“ Falls ja, würde man auf der Grundlage der vorgestellten Pläne das Gespräch mit den Grundstückseigentümern suchen, um mit ihnen eine Einigung zu erzielen.
Architekt: „Wir planen nicht zu mächtig, aber auch nicht winzig“
Konkret stellen sich die Investoren auf dem Areal verschiedene Nutzungen vor: Es soll einen länglichen Hauptbaukörper geben, an dessen beiden Enden sich je ein rechtwinkliger Flügel anschließt. In diesem Neubau könnten im Erdgeschoss fünf, frei einteilbare Ladeneinheiten mit insgesamt 1000 Quadratmetern Grundfläche Platz finden. Im ersten Stockwerk könnten auf einer Gesamtfläche von 840 Quadratmeter Praxen, Büros und eine Kindertagesstätte untergebracht werden. Auf den beiden Stockwerken darüber sind Wohnungen vorgesehen. Je nach Zuschnitt zehn Stück auf 800 Quadratmeter sowie im Dachgeschoss sechs Wohnungen auf 600 Quadratmeter; Anzahl und Größe variabel.
Angrenzend an den Hauptbau soll es einen rund 1200 Quadratmeter großen Lebensmittelmarkt geben, darin drei weitere kleine Geschäfte und einen Getränkemarkt – zusammen 340 Quadratmeter groß. Als Außenbereich für die Kinder könnten Teile des Lebensmittelmarkt-Flachdaches genutzt werden; immerhin stünden so bis zu 1200 Quadratmeter zur Verfügung.
„Unsere Studie zeigt, was darstellbar ist. Wir planen nicht zu mächtig, aber auch nicht winzig“, erklärte Architekt Klebelsberg. Die Ausmaße der Gebäude orientierten sich am Bestand und seien im Rahmen des Planungsrechtes. „Die Anlieferung für den Lebensmittelmarkt würden wir über die Kornwestheimer Straße abwickeln.“
Der Großteil der Bezirksbeiräte begrüßte die Entwürfe
Über die konkrete Gestaltung des Freihofplatzes habe man sich noch keine detaillierten Gedanken gemacht. „Wenn wir bauen, dann wird auch der Platz beansprucht und wieder in der dann gewünschten, neuen Form hergerichtet werden“, sagte Marc Bosch. „Wir werden uns an diesen Kosten beteiligen.“ Potenzielle Mieter für den Lebensmittelmarkt gebe es, konkrete Namen wollte Bosch öffentlich noch keine nennen. Aber: „Wir reden von den Top 3 der jeweiligen Branchen.“
Der Großteil der Stammheimer Bezirksbeiräte begrüßte die Entwürfe und bezeichnete sie als „sehr positiv“ und „sympathisch“. Kritik äußerte jedoch Klaus Joos von den Freien Wählern. „Ich könnte mir etwas Besseres vorstellen als einen Supermarkt und Wohngebäude.“ Ellen Breitling (SÖS/Die Linke) wunderte sich lediglich über die Größe des Lebensmittelmarktes. „Warum sind es nicht nur 800 Quadratmeter?“, fragte sie. Dazu nahm Gabriele Hübner Stellung: „Wir haben diese Diskussion an vielen Standorten in Stuttgart. Nachhaltige Gewerbeflächen haben Sie nur dann, wenn Sie mindestens 1200 Quadratmeter anbieten können. Darunter bekommt man keine Top-Bewerber.“
Zwei Punkte stehen für die Investoren im Fokus: die langfristige Wirtschaftlichkeit des Vorhabens und die Nachfrage an Flächen. „Wir würden nicht hier sitzen, wenn nicht beides der Fall wäre“, sagte Bosch. Optimistisch äußerte er sich auch mit Blick auf die notwendige Zustimmung der Grundstückeigentümer – immerhin befinden sich alle Gebäudeflächen in privatem Besitz. „Wir glauben an eine Einigung auf der Basis unseres Entwurfes.“ Auf die Eigentümer werde man nun zugehen. „Wir werden versuchen Lösungen zu finden, die für beide Seiten wirtschaftlich verträglich sind.“ Möglichst zum Jahresende soll es eine Zwischenbilanz geben, wie diese Verhandlungen gelaufen sind.

Quelle

Sonntag, 5. August 2012

Brunnen am Freihofplatz

Der Brunnen am Freihofplatz Foto: U. Stiefel
Der Brunnen am Freihofplatz hat seit einiger Zeit kein Wasser mehr. Nach einem Gespräch mit einem Angestellten der Stadt Stuttgart weiß man nun warum. Der Grund hierfür ist, dass der Brunnen einen Sponsoren braucht um zu "sprudeln".
Scheinbar hat die Stadt hierfür keinen €uro mehr übrig, was sehr Schade ist.


Komischerweise klappt das aber in Zuffenhausen hervorragend.


Vielleicht hilft mein Post damit, einen Sponsor für den Brunnen am Freihofplatz zu finden.


U. Stiefel

Aushangfahrplan Korntal


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