gefordert, dass auf der Fläche vor der Johanneskirche zwei
Behindertenparkplätze eingerichtet werden. „Es geht um ein bis zwei
Plätze vor der Kirche, damit in Einzelfällen gehbehinderte Menschen den
Gottesdienst besuchen können, ohne um die Ecke laufen zu müssen.“ Und
Vowinkel stieß damit nicht nur auf offene Ohren. „Der Kirchengemeinderat
ist absolut nicht dafür“, sagte Bezirksbeirat Stefan Kulle. „Wir können
auf der Fläche kein geordnetes Parken garantieren.“ Rückendeckung
erhielt er von der Mesnerin Lina Metzger: „Unter der Woche und besonders
bei großen Trauerfeiern und Hochzeiten wird dort schon viel geparkt,
sonntags spielen dort schon früh Kinder – das gibt nur Ärger.“ Der
Kirchengemeinderat habe sich in seiner Sitzung Ende März gegen die
Parkplätze ausgesprochen. Ihr Ratskollege Kulle empfahl, bei der Suche
nach einem Behindertenparkplatz auf die Korntaler Straße
auszuweichen und dort zu schauen, ob noch ein neuer Parkplatz für
Behinderte eingerichtet werde könne. Der SPD-Bezirksbeirat Eberhard
Kries wollte dem nicht folgen: „Ich kann mir nicht vorstellen, was gegen
zwei markierte Parkplätze vor der Kirche steht.“ Der Parkdruck in
Stammheim sei nicht so groß wie der im Westen. Man könne die Parkzeit ja
auf die Zeit
während des Gottesdienstes beschränken. Kries fügte an: „Im Übrigen
entscheidet das nicht der Kirchengemeinderat sondern das Amt für
öffentliche Ordnung.“Behindertenparkplatz durchaus möglich
Genau diesem gehört Robert Sesulka an. Gemeinsam mit der Bezirksvorsteherin Susanne Korge und Hauptkommissar Andreas Molt vom Stammheimer Posten verschaffte er sich einen Tag nach der Bezirksbeiratssitzung einen Eindruck von der Lage vor Ort. Nach seiner Einschätzung sei ein Behindertenparkplatz durchaus möglich. Immerhin sei der gesamte Kirchplatz keine reine Fußgängerzone. „Die Zufahrt zu privaten Stellplätzen ist schon jetzt erlaubt, ich bin positiv eingestellt – wir haben hier, schon Fahrzeugbewegung“, erklärte Sesulka. Seiner Ansicht nach könne ohne Weiteres ein Behindertenparkplatz eingerichtet werden. Allerdings nicht zeitlich beschränkt, sondern von allgemeiner Natur. Wer im Besitz eines Behindertenausweises sei, dürfe darauf parken. Die Zufahrt zur Stellfläche soll über die Kameralamtsstraße erfolgen. Die Poller, die eine Durchfahrt über den Platz unmöglich machen, bleiben erhalten. Zunächst, so der Tenor, solle nur ein Parkplatz für Behinderte eingerichtet werden. „Dann sehen wir, wie dieser angenommen wird, und können bei Bedarf immer noch über einen zweiten reden“, sagte Bezirksvorsteherin Susanne Korge.
Weniger entgegenkommend zeigte sich Sesulka in der Frage, ob der Freihofplatz für den Lieferverkehr freigegeben werden könne. „Ein Lieferant fährt zwei Mal in der Woche auf den Platz, um Ware zu bringen; immer wieder wird die Polizei alarmiert“, schilderte Korge dase Problem. Sesulka gab einer Sondergenehmigung wenig Aussicht auf Erfolg. „Eine Zufahrt auf den Platz ist nicht vorgesehen, da müssen wir uns an der Widmung der Fläche orientieren.“ Es gebe zwar ein Lieferbedürfnis des Ladenbesitzers, ob das ausreicht, um eine Ausnahme zu machen, müsse man erst prüfen. Nicht nur Sesulka, sondern auch Hauptkommissar Molt sieht das kritisch: „Das hier ist ein offizieller Gehweg mit vielen Fußgängern – ich würde ihm empfehlen, für seine Ware einen Rollwagen zu nehmen.“ Gleich nebenan gibt es immer wieder Probleme mit Autofahrern, die beim rechts Abbiegen von der Kornwestheimer in die Freihofstraße auf die Gleise an der Endhaltestelle geraten. Zur besseren Orientierung soll nun ein Hinweisschild mit Pfeil angebracht werden.
Kein weiteres Schild wird es an der Kornwestheimer Straße vor der Firma Sika geben. Die Mitarbeiter und Lieferanten haben immer wieder Probleme beim Ausfahren vom Firmengelände, weil Sattelschlepper und deren Auflieger unerlaubt parken und die Sicht versperren, wie Sika-Werkleiter Jürgen Lochner erklärt. Immer wieder komme es zu brenzligen Situationen. Doch auch ein weiteres Schild oder eine Bodenmarkierung würde nicht helfen, meinte Sesulka. Auch Andreas Molt stimmte ihm zu: „Das ist eine Frage der Überwachung.“ Der Hauptkommissar empfahl Jürgen Lochner, sich gegebenenfalls das Kennzeichen der Verkehrssünder zu notieren, ein Foto zu machen und sich direkt an den Polizeiposten zu wenden. „Wir kümmern uns dann um die Angelegenheit“, versprach Molt.
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