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Mittwoch, Juni 01, 2016

Die BW-Bank dünnt ihr Filialnetz auch im Stuttgarter Norden aus

Selbst ist der Bankkunde

Symbolfoto
Botnang und Zuffenhausen haben den Anfang gemacht, Wolfbusch, Stammheim, Mönchfeld und Mühlhausen folgen noch: Dort werden Filialen der BW-Bank geschlossen. Künftig können die Kunden ihr Konto an Automaten verwalten, mancherorts kommt auf Wunsch auch noch ein Berater vorbei.
Stuttgarter Norden - Am Kelterplatz in Zuffenhausen stehen die Kunden der BW-Bank seit heute vor verschlossener Tür: Die Filiale im Ärztehaus hatte am vergangenen Freitag zum letzten Mal geöffnet. In Botnang wurde die Zweigstelle der Bank im Laihle bereits am 23. Mai geschlossen. Und die in Wolfbusch wird Ende Juni dicht gemacht. Doch damit nicht genug: Im Lauf des Jahres werden noch drei weitere BW-Bank-Filialen im Stuttgarter Norden folgen: In Mönchfeld ist im Juli Schluss, in Mühlhausen im September und im November wird die Stammheimer Filiale geschlossen.

 

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.die-bw-bank-duennt-ihr-filialnetz-auch-im-stuttgarter-norden-aus-selbst-ist-der-bankkunde.4046b382-ce13-4246-bc1c-42c4fb08aaf9.html

 

Gefängnis in Stuttgart-Stammheim: Die Menschen in der JVA stehen im Mittelpunkt


Rund 740 Insassen leben hinter den Gefängnismauern an der Asperger Straße 60. Auch ihnen will der Förderverein helfen. Foto: Werner Kuhnle


Seit kurzem gibt es den Förderverein „Hilfe in Haft Stuttgart e.V.“. Sein Ziel und Zweck ist es, die Menschen in der Justizvollzugsanstalt zu unterstützen.
Stammheim - „Unserem Verein geht es um die Menschen in der Justizvollzugsanstalt Stammheim“, sagt Klaus Boshart und betont: „Um alle, die dort sind – um die Gefangenen genauso wie die Ehrenamtlichen, aber auch um die Hauptamtlichen.“ Seit 1982 arbeitet Boshart im Strafvollzugsdienst. Der 57-Jährige kennt den Knast, kennt das Leben hinter Gittern und das Arbeiten. Er weiß, woran es fehlt. Nicht an Zeit, sondern an Geld. Neulich zum Beispiel, da gab es ein Projekt für jugendliche Insassen. Mit dem Stuttgarter Rapper Danny Fresh haben die Häftlinge Lieder erarbeitet. „Erst mal wurden Regeln aufgestellt, wie der Workshop läuft“, erzählt Boshart, der auch die Initiative „Rock im Knast“ gegründet hat. „Dann haben die Jugendlichen getextet und das mit Musik unterlegt. Sie haben einen fertigen Song produziert, sich eigenständig etwas erarbeitet und etwas auf die Beine gestellt.“ So etwas habe positive Auswirkungen. „Bei manchem gab es einen richtigen Aha-Effekt.“ Doch leider fehle für weitere Kurse das Geld. „Das Justizministerium kann nicht alles leisten“, zeigt Boshart ein gewisses Verständnis. Damit abfinden will er sich aber nicht. Auch darum wurde der neue Förderverein „Hilfe in Haft Stuttgart“ ins Leben gerufen.
„Wir wollen über den Förderverein Sponsoren finden und Geld sammeln, um Projekte zu fördern“, sagt Boshart. Sinnvolle Fördermaßnahmen gebe es zuhauf. Deutschkurse für Ausländer, die Anschaffung von Fitnessgeräten, bestimmten Büchern oder Musikinstrumenten. Mehr als 80 Personen arbeiten ehrenamtlich hinter den Mauern an der Asperger Straße. Sie bieten Sprach-, Musik- und Malkurse, leiten Sportgruppen oder Gesprächs- und Literaturkreise. Manche helfen bei Bewerbungen oder bereiten die Gefangenen auf ihre Zeit nach der Haft vor. „Immer wieder brauchen sie Geld für Materialien wie Lehrbücher oder Gerätschaften“, erklärt Boshart. Da könne man nicht erst Geld beantragen, auf das man zwei, drei Jahre warten müsse. „Oft muss spontan und kurzfristig gefördert werden.“ Hier könne ein Förderverein, der über ein eigenes Budget verfüge, eine wichtige Aufgabe erfüllen. Neben den 740 Insassen und Ehrenamtlichen bräuchten auch die rund 300 hauptamtlichen Mitarbeiter Unterstützung durch den Förderverein: „Die Hauptamtlichen leisten wichtige Arbeit in der JVA, sie dürfen nicht vergessen werden“, sagt Boshart, der als Beisitzer im Verein mitwirkt. „Wir denken an Maßnahmen für die Bediensteten, etwa in Form von Supervision oder zur Teambildung – Möglichkeiten gibt es viele.“
Eine weitere Aufgabe des Fördervereins sei es, Außenstehenden die Haftsituation in der JVA zu erklären und Transparenz zu schaffen. Auch wolle man sich bei Gelegenheit an Veranstaltungen im Stadtbezirk beteiligen. „Wir wollen möglichst auch für Verständnis werben für die manchmal schwierige Situation in der JVA.“ Das Mitgefühl sei nicht bei jedem vorhanden. „Es gibt Leute, die sagen einfach: Ich unterstütze keine Verbrecher.“ Davon lasse er sich nicht entmutigen. „Ich freue mich über jeden ehemaligen Insassen, der nicht rückfällig wird, und dem wir einen besseren Start zurück ins Leben ermöglichen.“ Info
„Hilfe in Haft Stuttgart e.V.“ präsentiert sich am Montag, 30. Mai, um 16.30 Uhr in der Justizvollzugsschule, Pflugfelder Straße 21. Neben dem Vorsitzenden des Vereins und Leiter der Justizvollzugsschule Baden-Württemberg Joachim Obergfell-Fuchs haben sich illustre Gäste angemeldet. Interessierte sind willkommen.

Mittwoch, Mai 18, 2016

Flüchtlingsheim in Stuttgart-Stammheim

Keine ärztliche Versorgung in der Flüchtlingsunterkunft

Die Flüchtlingsunterkünfte an der Kameralamtsstraße sind mittlerweile zum Teil bezogen. Foto: Chris Lederer
Der Bezirksbeirat Stammheim hatte sein Einverständnis zu der vierten Flüchtlingsunterkunft an der Kameralamtsstraße nur unter der Bedingung gegeben, dass es an dem Standort eine medizinische Betreuung gibt. Das Sozialamt hat nun erklärt, dass es eine ärztliche Versorgung in den Unterkünften nicht für zwingend erforderlich hält. 

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.fluechtlingsheim-in-stuttgart-stammheim-keine-aerztliche-versorgung-in-der-fluechtlingsunterkunft.36d87b96-5cfd-44d4-8968-87397e11e433.html

Freitag, Mai 13, 2016

Lebensmittelhandel in Korntal-Münchingen Edeka folgt auf Kaufland

Die Bauarbeiten im künftigen Edeka-Markt in Kallenberg haben begonnen. Foto: factum/Granville
Lange war über die Nachfolge von Kaufland in Kallenberg spekuliert worden, jetzt ist es raus: Im Herbst eröffnet Edeka am Standort eine Filiale. Die Nahversorgung im Stadtteil ist damit gesichert.
Korntal-Münchingen - Das Rätselraten hat ein Ende: Edeka zieht als neuer Mieter in die leerstehende ehemalige Kaufland-Filiale im Korntal-Münchinger Stadtteil Kallenberg. Das gaben der Bürgermeister Joachim Wolf und Roger Otto, der Gebietsexpansionsleiter Süd bei Edeka, bei einem Ortstermin am Donnerstag bekannt. 

Das Gebäude in Kallenberger Gewerbegebiet steht seit Februar leer, als der frühere Mieter Kaufland dort ausgezogen ist. Seither hatte es Spekulationen über die künftige Nutzung der Flächen gegeben – und darüber, ob die Versorgung mit Lebensmitteln in Kallenberg gesichert werden kann. Einen anderen Supermarkt gibt es in dem Stadtteil nicht. Die SPD-Fraktion hatte für den Erhalt eines Lebensmittelmarkts rund 1000 Unterschriften gesammelt. Auch für die Münchinger Bürger ist der Standort im benachbarten Kallenberg von Bedeutung; im Ortsteil gibt es nach wie vor keinen Vollsortimenter.  

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.lebensmittelhandel-in-korntal-muenchingen-edeka-folgt-auf-kaufland.53addb3f-0c9b-4894-8dad-94f2ce32b8ed.html

Dienstag, Mai 10, 2016

Neubau der Nikolauspflege in Stuttgart-Stammheim

Knochenfunde und andere Überraschungen

Läuft alles nach Plan, dann sollen die blinden und sehbehinderten Bewohner im September in das Wohnheim einziehen. Foto: Chris Lederer
Die Nikolauspflege baut ein Wohnheim für Blinde und sehbehinderte Menschen. Im September sollen die Bewohner einziehen. Zuvor hat sich die Kriminalpolizei auf dem Gelände an der Wigandstraße umgeschaut.

Stuttgart - Baustopp! Wegen einer Leiche? Der Anruf des Architekten war dann doch eine größere Überraschung, erzählt Projektleiterin Petra Mack von der Nikolauspflege. Die Stiftung baut seit März dieses Jahres an der Wigandstraße ein Wohnheim für Blinde und Sehbehinderte – wenn nicht gerade die Kriminalpolizei die Arbeiten stoppt. „Unser Architekt hatte mich angerufen, weil bei den Aushubarbeiten Knochen im Erdreich gefunden wurden“, sagt Mack. Daraufhin hätten Kriminaltechniker die Handwerker abgelöst und sich den Fund genauer angeschaut. „Es hat sich dann zum Glück schnell herausgestellt, dass es sich nur um Pferdeknochen handelt“, sagt Mack. „Früher soll es hier einen Bauernhof gegeben haben.“

Quelle

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.neubau-der-nikolauspflege-in-stuttgart-stammheim-knochenfunde-und-andere-ueberraschungen.557bd907-0e48-4b15-9bc4-a26bafaddce7.html

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