Freitag, September 05, 2014

Öffentliche WCs in Stuttgarter-Nord

Eine äußerst dringliche Angelegenheit

Seltener Anblick: In den nördlichen Stadtbezirken gibt es für die Bürger nur wenige stille Örtchen, in denen sie sich erleichtern können.Foto:Roland Scheitz
Bis heute haben sich die groß angelegten Umbaupläne noch immer nicht verwirklichen lassen, weil nicht alle Grundstückseigentümer einem Verkauf ihrer Fläche zustimmen wollten. Statt des Freihofplatzes war zwischenzeitlich die Tuchbleiche als Alternativstandort für die öffentliche Toilette im Gespräch, doch auch dort konnte sie nicht installiert werden, so war die WC-Säule schließlich an der Stuttgarter Straße in Feuerbach aufgestellt worden.
Doch dort misstraut offenbar mancher Klo-Gänger der Technik dieser Säulenautomatik-Toiletten. Stattdessen musste die bessere Hälfte, während er sein Geschäft im Innern verrichtete, draußen vor der Säule Wache halten, damit kein Fremder ihn auf dem Lokus überraschen konnte.
„Wir haben nur wenige öffentliche WCs im Stadtbezirk und manche sind auch in keinem guten Zustand“, fasst der Feuerbacher Stadtseniorenrat Hans-Joachim Kientzle die Gesamtsituation zusammen.
Doch dieses Behinderten-Klo dient gleichzeitig auch als Damentoilette. Seit der Stadtseniorenrat in Feuerbach das Siegel „seniorenfreundlicher Service“ an örtliche Einzelhändler verleiht, ist dies eines von vielen Kriterien.
Sowohl der Stadtseniorenrat als auch die Arbeitsgruppe Infrastruktur der Bürgerbeteiligung der Sozialen Stadt, so erzählt Kupsch, hätten im Vorfeld dafür plädiert, dort ein öffentliches WC aufzustellen. Allerdings sei diese Bitte mit der Begründung abgelehnt worden, dass die Toiletten im Bürgerhaus an der Auricher Straße genutzt werden könnten. Spaziergänger, die in dem Naherholungsgebiet unterwegs seien, hätten zwar die Möglichkeit, in einer der dortigen Vereinsgaststätten ihr Geschäft zu erledigen. Dies sei aber nicht jedermanns Sache, außerdem hätten die Gaststätten auch nicht immer geöffnet. 

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Weihnachtsmarktvorbesprechung 2014

Stammheimer Weihnachtsmarkt
Der traditionelle Stammheimer Weihnachtsmarkt wird am Samstag, dem 29. Nov. 2014 auf dem Kirchplatz und im Schlosshof vom Bürgerverein Stuttgart-Stammheim e.V. veranstaltet. Die Vorbesprechung mit den Marktbeschickern findet am Mittwoch, den 24. Sep., um 19.30 Uhr in der Stammheimer Schloss-Scheuer statt.

Quelle

Dienstag, September 02, 2014

Hundefest in Stammheim: Tierisch gute Laune mit Bello und Co

Im Anschluss an die Hunderallye zeigten Hundetrainer, wie gelehrig ihre Vierbeiner sind und wie gut die Bindung zwischen Mensch und Tier sein kann. Foto: Chris Lederer

Stammheim - Raphael und Nikita sind ein gutes Team. Der siebenjährige Bub und die knapp dreijährige kleine Sheltie-Dame schaffen die erste von zehn Prüfungen bei der Hunderallye am Emerholz ohne Tadel. Brav läuft der Hütehund über Plastikwippen und Hindernisse, balanciert auf einer Halbkugel und hüpft tapfer durch einen mit Flatterband behangenen Reifen. Beim Wissenstest an der zweiten Station weiß der Knabe immerhin mit welcher Bürste man das Fell pflegt und wie man ein Zugstopphalsband korrekt einstellt („Es muss sich gut über die Ohren streifen lassen und darf nicht würgen“). Nur bei der Frage, welche Shampoos für Hunde benutzt werden dürfen, tippt er auch auf Babyshampoo und muss sich eines Besseren belehren lassen. Danach geht es zu weiteren Geschicklichkeitstests wie Slalom- und Eierlauf und weitere Quizfragen warten auf die Teilnehmer. An der vorletzten Station müssen die Tiere in eine Schubkarre hüpfen und sich artig von Frauchen oder Herrchen im Kreis fahren lassen, wenn es die volle Punktzahl geben soll. Zu gewinnen gab es Pokale und Urkunden. Eine Urkunde gab es auch für Raphael.
„Die Leute haben sich tierisch gefreut“
Gefeiert wurde am Samstag das erste Stammheimer Hundefest auf dem Gelände des örtlichen Motorsportclubs. Dort ging es ausnahmsweise mal nicht um Pferdestärken und Motoren sondern um die kaltschnäuzige Zeitgenossen aller Art: Möpse, Retriever, Bulldoggen und -terrier, Collies, Leonberger, Entlebucher, Riesenpudel, Schäferhunde und viele andere Rassen waren mit von der Partie – in aller Regel friedlich ohne murren und knurren. Die Hunderallye bildete dabei einen von mehreren Programmpunkten. Wer den zwei Kilometer langen Rundkurs hinter sich gebracht hatte, konnte sich und seinem Vierbeiner bei Kaffee und Kuchen beziehungsweise einem Napf Wasser und Leckerlis eine Pause gönnen. Auf der Wiese nebenan gab es Vorführungen von Hundeschulen, Rasseporträts, eine kleine Modenschau und anderes zu sehen. Auch wurde vom Publikum und einer Jury der gepflegteste Stammheimer Hund gewählt. Sieger nach Punkten: der Collie „Bill“ von Moritz Stoll. Veranstalterin Regina Psihistal zog am Ende ein positives Fazit: „Die Reaktionen der Besucher waren toll – die Leute haben sich tierisch gefreut.“ Im kommenden Jahr solle es eine Fortsetzung geben, wann und wie stehe noch nicht fest. „Aber es wird auf jeden Fall ein zweites Hundefest geben.“

Sonntag, August 31, 2014

Polizeipräsidium Stuttgart


Mann beraubt


Stuttgart - Zuffenhausen (ots) - Drei unbekannte männliche Täter haben am Donnerstag (28.08.2014) in der Burgunderstraße einen 42 Jahre alten Mann beraubt. Der 42-jährige Rumäne wartete gemeinsam mit weiteren Personen am Zentralen Omnibusbahnhof in Zuffenhausen auf den Reisebus nach Rumänien. Dort wurden sie von zwei Landsmännern angesprochen, die sich als Agenturmitarbeiter ausgaben. Sie teilten den Reisenden mit, deren Gepäckstücke wiegen zu müssen. Hierzu forderten sie zunächst den 42-Jährigen auf, ihnen zu folgen. Als sie außer Sichtweite der Reisegruppe waren, kam ein dritter Mann, der sich als Polizist ausgab. Dieser griff dem Mann in seine Tasche und raubte dessen Geldbörse, in der sich offenbar mehrere Tausend Euro Bargeld befanden. Anschließend flüchteten die Täter mit einem dunkelroten VW Golf 4. Zeugenhinweise nehmen die Beamten des Polizeireviers 7 Ludwigsburger Straße unter der Rufnummer 8990-3700 entgegen.

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Polizeipräsidium Stuttgart
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Diamantene Hochzeit in Stammheim: Vor 60 Jahren die richtige Wahl getroffen

Enkeltochter Saskia (l.), Sohn Michael Renz (2.v.l.) und Tochter Christiane Renz-Gaebelein freuen sich mit Ilse und Albert Renz. Foto: Rilling

Stammheim - Im August 1954 wurden auffallend viele Ehen geschlossen. Albert Renz nennt als Steuerexperte lachend den möglichen Grund: „Das lag wohl auch daran, dass damals vor dem Stichtag 1. September noch eine günstigere Steuerklasse in Frage kam.“

Ganz sicher: für das Gelingen einer Ehe spielen wichtigere Dinge eine Rolle. Gerade auch gegenseitiges Vertrauen, wie es Albert und Ilse Renz geborene Öhrlich betonen. Das Ehepaar hat am vergangenen Mittwoch in Stammheim das Fest der diamantenen Hochzeit gefeiert, zu dem auch Bezirksvorsteherin Susanne Korge und Bürgermeister Werner Wölfle gratulierten.

„Ich kannte nur ihren Vornamen“

„Ich kannte nur ihren Vornamen“ berichtet Albert Renz von der ersten Begegnung mit seiner künftigen Ehefrau in Bondorf. Dorthin war er als Mitglied des Stuttgarter Spielkreises im Jahr 1950 gereist, um die Landjugend bei einer Volkstanzaufführung zu unterstützen. Die junge Bondorferin Ilse habe ihm auf den ersten Blick gefallen. Zurück in Stuttgart habe er in der Gewerbeschule – Albert Renz hatte nach dem Abitur zunächst eine Lehre als Feinmechaniker absolviert – jedoch einen Mitschüler aus Bondorf gehabt. Dieser konnte ihm zwar die richtige Adresse der Bondorferin geben, hatte sich aber beim Nachnamen getäuscht. Trotzdem sei sein Brief angekommen: Der Postbote hatte vor dem Haus nach einer Ilse Bruckner gefragt. „Wer ist denn der Absender“, fragte eine Schwester von Ilse Renz. Zum Glück stand da Stuttgarter Spielkreis, so war ihr klar, dass nur die große Schwester gemeint sein konnte.

„Eigentlich wollte ich gar nicht antworten“, erzählt Ilse Renz. Doch ihre Mutter habe bestimmt, dass das sein müsse, da der Brief ja sehr nett und höflich geschrieben sei. Ilse Renz wollte als gläubige Protestantin eigentlich Missionarin werden und unverheiratet bleiben, hatte so auch kein Interesse an einer Kontaktaufnahme mit einem jungen Mann. Dann folgte sie doch der Anordnung der Mutter. Sprach in einem Antwortbrief aber die für sie wichtige Frage aus, ob er auch evangelisch sei. Das war Albert Renz und ist es natürlich nach wie vor. Deshalb stand zum Glück der Eheschließung der beiden nichts im Weg.

Bundesverdienstkreuz für ehrenamtliches Engagement

Standesamtlich getraut wurde das Paar von dem Onkel des Jubilars Erwin Renz, der bis zur Eingemeindung von Stammheim als letzter Bürgermeister des Stadtbezirks tätig war und Leiter des Stuttgarter Standesamt wurde. Die kirchliche Trauung folgte einen Tag später in der evangelischen Kirche in Bondorf. Drei Kinder kamen zur Welt: Christiane, Michael und Christoph. Heute gehören auch die Enkelkinder Saskia, Magdalena und Raphael zur Familie. Tochter Christiane Renz-Gaebelein ist leitende Betriebsärztin der Stadt Frankfurt, Sohn Michael leitet als Jurist die Kanzlei Renz an der Königstraße, Christoph Renz ist als Steuerberater in Dresden tätig. Ilse und Albert Renz freuen sich über den guten Zusammenhalt in der Familie.

Albert Renz hatte nach seiner Ausbildung zum Feinmechaniker ein Studium absolviert und war bis zum Ruhestand als selbstständiger Steuerberater tätig. Ilse Renz half im Büro mit. Für sein großes ehrenamtliches Engagement wurde Albert Renz mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 

Quelle

NEWSTICKER

+++ Bezirksliga Stuttgart : 31.08.2014 SV Sillenbuch - SC Stammheim 2:3 ++ 07.09.2014 SC Stammheim - SV Bonlanden II 15:00 Uhr ++ Faustball 1 BL Süd(Feld) +++

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