Freitag, Juni 20, 2014

Stromkabel bremst die Bewegungswelt

 Bauarbeiten beim TV Stammheim

Überraschung in der Erde Foto: Torsten Ströbele
 Der Grund für die Zwangspause liegt im Erdboden verborgen. „Die Leitungen sind leider nicht so im Boden verlegt, wie sie auf den Plänen eingezeichnet sind“, erklärte der TV-Vorsitzende Martin Reißner jüngst den Stammheimer Bezirksbeiräten. Unerwarteterweise hinge auch der Hundesportverein an einer Stromleitung, die in einen vermeintlich überflüssigen Verteilerkasten führt, der einem Neubau im Weg steht. Weil das nicht der Fall sein soll, müssen die Bauarbeiter beim TV so lange pausieren, bis eine neue Zuleitung verlegt und die Versorgung des Hundesportvereins gesichert ist.
Anfang Mai hat der Verwaltungsausschuss des Gemeinderates einen Zuschuss für ein auf dem Gelände geplantes, laut Beschlussvorlage 390 000 Euro teures Funktionsgebäude bewilligt. 134 000 Euro bezahlt die Stadt, 22 600 Euro schießt der Württembergische Landessportbund zu, den Löwenanteil in Höhe von 233 400 Euro trägt der Verein durch Darlehen und Eigenmittel.
Das gesamte Vorhaben gliedert sich, wie berichtet, in drei Abschnitte: dem Bau des Faustballfeldes (Bauherr ist die Stadt), gefolgt von dem Bau des Funktionsgebäudes und der Bewegungswelt, sprich einer zusätzlichen Außensportanlage mit diversen Geräten.
Die Bauabschnitte eins und zwei sollen so schnell fertig sein, dass der Platz und der Neubau Anfang kommenden Jahres benutzt werden können.
Wenig glücklich zeigt sich der TV-Vorsitzende über die Auflage der Stadt, eine bestimmte Anzahl von Stellflächen für Autos zu schaffen. Während in anfänglichen Planungen von sechs bis zehn Parkplätzen die Rede war, sind es nun 42 Stück, die der Verein schaffen muss – alles geht freilich vom zur Verfügung stehenden Grundstück ab.


Abenteuer Landstraße: Mit dem Mofa nach Ischgl

Spendenfahrt

Born to be mild: Auf zwei Rädern und mit Hilfsmotor macht sich die Gruppe am 26. Juni auf die rund 480 Kilometer lange Tour. Foto: privat
Stattdessen schiebt der mehrfache Deutsche Rallye-Vizemeister seine vollgetankte Kreidler Flory vor die Türe, schnallt sich den Helm über, nimmt im Sattel Platz und tritt das Zwei-PS-Motörchen des Mofas in Gang. Von dort startet die Aktion „Mofa Rock’s Ischgl“, die Wallenwein mit seinen Freunden Martin Berberich und Markus Reichenwallner ins Leben gerufen hat: eine dreitägige Spendentour von Stuttgart bis nach Ischgl. Unterwegs mit dem Mofa und für einen guten Zweck: für die Hilfsorganisation „Sternenfänger“ von der „Stiphtung Christoph Sonntag“.
Auf die Idee für ihre Spenden-Fahrt sind sie aus einer Laune heraus gekommen, wie Markus Reichenwallner berichtet: „Wir haben über alte Mofazeiten gesprochen und überlegt, wir könnten doch irgendwann mal wieder eine Tour machen“, sagt der Stammheimer, der zwischenzeitlich auf die Harley-Davidson umgestiegen war.
Ein Dutzend weitere tapfere Recken haben sich schon angemeldet und begleiten die drei Freunde auf ihrem Tripp. 100 Euro Startgeld sind angesetzt, Die Kosten der Reise – Sprit, Vesper und Unterkunft – trägt jeder Teilnehmer selbst. Den dritten Tag geht’s dann zum Endspurt über die Silvrettastraße nach Ischgl, wo man beim Kart-Cup-Ischgl vorbeischaut und auf der Show-Bühne den Spendenscheck übergibt. Damit kein Teilnehmer im Fall einer irreparablen Panne auf der Strecke bleibt, ist auch ein 7,5-Tonner mit dabei– als „Lumpensammler“.
Die Heimreise treten die meisten Teilnehmer der Tour übrigens mit dem Zug an – derweil können sich die Zweitaktmotoren der Mofas im Lastwagen erholen. 

Donnerstag, Juni 05, 2014

Alfred Motzer ist gestorben - Er war ein Stück Stammheim

Alfred Motzer †
Stammheim - Er war das lebendig gewordene Stammheimer Gedächtnis. Kein anderer hatte so viele Fakten und Anekdoten zur Heimatgeschichte parat wie Alfred Motzer. Und wer sich die Zeit nahm, dem erzählte Alfred Motzer gern und ausführlich von der Geschichte und den Geschichten über das Leben und die Leute im Stadtbezirk – am liebsten im Garten des Heimatmuseums, bei einem „Zigarettle“ Marlboro light und einem Gläschen Most.
Motzer gehörte 14 Jahre lang, von 1965 bis 1975 und von 1976 bis 1980, der SPD-Fraktion im Gemeinderat an. Er wirkte unter anderem im Wirtschaftsausschuss mit und im heutigen Gutachterausschuss. Zudem war er stellvertretend im Technischen Ausschuss und im TWS-Aufsichtsrat tätig. Als gelernter Eisendreher hat er in der Zentralschmiede der Bundesbahn in Kornwestheim gearbeitet und war dort Personalratsvorsitzender. Von 1956 bis 2004 war Motzer im Bezirksbeirat Stammheim aktiv. Für die insgesamt 48 Jahre, die er in der Kommunalpolitik verbrachte, wurde er vom Städtetag ausgezeichnet. Zudem war er insgesamt 45 Jahre an Gerichten tätig, unter anderem als Schöffe und Beisitzer. Für seine Verdienste um das Allgemeinwohl wurde Alfred Motzer 1989 vom Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.
Im Jahre 1984 gründete Alfred Motzer den Heimatverein, dem er bis vor kurzem vorsaß und zu dessen Ehrenvorsitzender er in diesem Frühjahr ernannt wurde. Der Bau des Museums im ehemaligen Farren-stall an der Kornwestheimer Straße und die darin enthaltene heimatgeschichtliche Sammlung waren das Verdienst von Alfred Motzer und seiner Frau Anne. Darüber hinaus war Motzer Mitglied in zahlreichen weiteren Vereinen im Ort, unter anderem in der Awo und dem Bürgerverein. Seiner Partei, der SPD, gehörte er seit 1953 an. Im vergangenen Jahr wurde Motzer für 60-jährige Mitgliedschaft geehrt. Legendär waren die geselligen Runden in seiner urigen Kellerbar, wo sich Politiker von Rang und Namen die Klinke in die Hand gaben. Dort wurde so mancher Plan geschmiedet und mit einem guten Tropfen besiegelt.
Die Stammheimer werden „ihrenAlfred“ als Urgestein mit Ecken und Kanten und als Schaffer für sein Stammheim in bester Erinnerung halten. Die Trauerfeier findet am Freitag, 6. Juni, um 10 Uhr in der Johanneskirche, Korntaler Straße, statt.

Freitag, Mai 23, 2014

Stammheim Sport im Park 2014

Nun ist es wieder soweit. Seit 8. Mai 2014 gibt es wieder Sport im Stammheimer Schlosspark. Jeden Donnerstag von 9 Uhr bis 9.45. Weiter jeden Dienstag von 6 Uhr 30 bis 7.15 am Sportplatz am Ende der Ottmarsheimer Straße. Umsonst und Draußen lautet das Motto dieses tollen Angebots. Mehr Infos erhalten Sie unter der Website http://www.stuttgart.de/sportimpark 

Martin Hechinger

Quelle

Flagge zeigen am Heckscheibenwischer

„Ich hab’s mit mehreren Autos getestet: Die Fahne hält auch bei Tempo 220.“ Die Erfindung des Stammheimer Italo-Schwaben ist zunächst in vier verschiedenen Nationalfarben erhältlich und lässt sich an jedem Heckscheibenwischer anbringen. Foto: Chris Lederer
„Ideen, wie man Dinge verbessern könnte, hatte ich schon während meiner Lehre“, erinnert sich der 35-Jährige an die ersten Erfahrungen als Erfinder. „Auf einer Messe für Gas- und Wasserinstallateure habe ich einen Hersteller von Durchlauferhitzern gefragt, warum sie zum Zünden des Brennfunkens eine Batterie einbauen, das ist doch Energieverschwendung“, erinnert sich der gelernte Flaschner.
“ Außerdem hatte, wie sich später bei der Anmeldung zum Patent zeigen sollte, bereits ein Hamburger die Idee dazu. „Mir war klar, ich brauchte einen Überzieher, der die Scheibe schont, also bin ich nach Hause gegangen und habe die Flagge an einen alten Strumpf genäht, das ging besser. “ Da es aber geeignetere Stoffe gibt und sein Sockenkontingent äußerst begrenzt ist, sind die produktionsreifen „Hecki Flags“ aus Mikrofaser. „Das säubert die Scheibe, schont das Wischblatt und es quietscht nicht mehr. “ Die „Hecki Flags“ sollen ab Juni für ein paar Euro pro Stück in einer Baumarktkette verkauft werden, Tankstellen und andere Märkte sollen folgen. „Zum Glück habe ich einen Vertrieb in Kornwestheim gefunden, der mir beim Verkaufen hilft“, sagt der Jungunternehmer.
Ob Michele Scannapieco mit seiner Erfindung so reich werden wird, wie sein afrikanisches Voodoopuppen-Vorbild, das wissen nur die Götter. Fest steht für ihn allerdings schon jetzt, was er in diesem Fall mit seinem Geld machen würde: „Ich würde in Stuttgart eine Erfinder-Akademie gründen, die Jugendlichen hilft, ihre Ideen in die Tat umzusetzen.
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